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analog, cd, digital, dire straits, electro, hiphop, mp3, musik, platte, santana, schallplatte, schellack, sinatra, vinyl
Gleich mal vorweg: Ich bin kein audiophiler Freak, der sämtliche Sinuskurven bekannter Hits rückwärts auf einem Bein rülpsen kann. Was ich jedoch mag ist Musik. In allen Formen und Farben. Weit weg von der jugendlichen Einstellung, die da heisst dass es nur eine Richtung gibt und alles andere nichts wert ist – ich mag gute Musik. Und die gibt es, meiner Meinung nach, in unzähligen Genres. Und jedes Genre bedarf hier eines individuellen Abspielgerätes – auch nur meine Meinung. Wie ich darauf komme? Nun, alles basiert auf dem jahrelangen Wunsch, die gute alte Vinyl wieder aus dem Regal zu holen und auf den Teller zu legen. Dazu kommt, ziemlich erschwerend und empfehlenswert, ein sehr interessantes Gespräch mit einem – Achtung – Saturn Verkäufer, nein das wäre eine Beleidigung, eines Saturn Beraters in der Musikabteilung.
Ich war auf der Suche nach einer halbwegs vernünftigen und bezahlbaren iPhone Dock-Lösung fürs Schlafzimmer. Abends mal zum einschlummern ein Album genießen oder morgens halbwach einem Podcast lauschen. Dort traf ich also auf einen Berater. Besser noch: Musiker. Und das war die Wende. Natürlich hat er das mp3-Format zerrissen. Er könnte nicht schlafen wenn nicht. Also keine Überraschung. Doch er konnte es mir mit ziemlich einfachen Worten und für mich verständlich erklären: Das Instrument (Gitarre, Schlagzeug, …) ist analog und der Lautsprecher himself ist: Analog. Heisst natürlich, dass im Hintergrund einiges passiert, wenn ich mit meinem iPhone einen in mp3 umgewandelten Track per WLAN übers Apple TV via Glasfaserkabel an meinen digitalen Receiver schicke, um ihn dann auf meinen analogen Lautsprechern zu meinen Ohren zu leiten. Prinzip: Stille Post. Beim ganzen umwandeln geht zweifelsohne einiges verloren.
Was nun? Den ganzen Mief abschaffen und sich einen Röhrenverstärker zulegen? Was mache ich unterwegs und wie höre ich Musik im Auto?
Ein Kompromiss musste für mich her.
Erstmal habe ich die Musik unterteilt. In Analoge – also Musik die noch „von Hand“ gespielt wird (Frank Sinatra, Santana, Dire Straits, …) – und Digitale – Musik die nie ein analoges Gerät gesehen hat (House, Elektro, HipHop …).
Nun gut, ich besitze einen iTunes Match Account. Völliger Blödsinn mögen die einen sagen. Völlig logisch dennoch für mich. In dem Cloud Service bunkere ich sämtliche Musik die ich eh auf CD besitze (digital aber verlustfrei) im hochqualitativen 256er Format für unterwegs. Daheim wird dann aber der digital gepresste Tonträger in den Player geschmissen und möglichst verlustfrei per Toslinkkabel an den Verstärker weitergegeben. Digital zu Digital.
Und wenn mich die Muse küsst nehme ich die Vinyl-Platte aus dem Regal, staube sie ab und lege sie auf meinen riemenangetriebenen Plattenspieler, um einige Augenblicke – und möglichst verlustfrei und in Stereo – den Klängen handgemachter Musik zu lauschen. Und glaubt mir: Das ist einfach nur schön! Man hört nicht nur, man zelebriert die Musik. Kein Klick und ab. Es bedarf einiger Vorbereitung. Und genau die ist es, die einen ein Album mal komplett anhören lässt. Ganz wichtig: Kein Sprung zum Titel aus der Top 100. Die Nadel fährt durch die Rille und macht das sauber bis zum Ende des Tonträgers. Man entdeckt einige Perlen der Künstler die es nie in die Charts geschafft haben.
Ein Stück Entschleunigung.
Probiert es mal aus …
















